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KOLUMNE /

Renato Kaiser

17.10.2019 | 11:38

Die Schweizer Armee hat ein Nachwuchsproblem. Renato Kaiser fordert daher: Werbung im Kindergarten und Fortpflanzungspflicht für die Bevölkerung.

Michael Elsener: Letscht Johr händ de Armee fürd Rekrute-Schuel 2000 Rekrute gfehlt. So vell wie no nie. Wäge dem wirbt s’Militär jetz noi zum Bischpil au a Gymis. Bis jetz mit relativ bescheidnem, Erfolg. – D’Frog a oise Usse-Korreschpondänt, Renato Kaiser, wie gsehts bi de Armee mometan stimmigsmässig us?

Renato Kaiser: Jo truurig gseets us! D’Schwizer Armee isch ächli wiä d’Armee idä USA.

M: Wie meinsch das genau?

R: Jo sie isch än Army. Hehehe! Waisch! Än Armi! Hehehe – Nai ernschthaft: Aigentli isches überhaupt nöd luschtig.

M: Nei wörkli ned. Dass d’Armee sit noischtem Propaganda ade Kanti macht, das isch eigentlich unglaublich.

R: Jo! Unglaublich! Unglaublich dumm! Idä Kanti! Das bringt doch nünt! Das isch doch vil z’schpoot!

M: Was z’spoot?

R: Jo i main, hallo: Di maischtä Jugendlichä hend denn beraits ä aigeni Mainig entwickläd, än Sinn für Moral, ä solidi Grundbildig – churz gsait: Untauglich! Wenn Militärwerbig, denn schpöteschtens im Chindergartä.

M: Aber, Renato, aso das isch doch, aso das cha doch ned…

R: Mol sicher scho! Wär effizienter – und au günschtiger! Schtatt so ufwendigi Werbevideos chönt me Chaschperlitheater machä! Dä Chaschperli rüeft: „Sinder alli doo?“ und d’Chind schraied „joooo!“ und dä Chaschperli sait: „SCHPINNED ER AIGENTLI! SICHER NÖDMELDÄ! IM CHRIEG WÄREDER JETZ ALI TOT! UND JETZ ZWANZG LIGESCHTÜTZ!“

M: Sorry Renato, aber Wärbig fürs Militär im Chindergarte, das isch absurd.

R: Okay Michi, jo. Du häsch Recht. Schpilgruppä. Idä Schpilgruppä müesst me afangä.

M: Jo genau, am beschte im Geburts-Kanal.

R: Also Michi… wörkli… Mir gfallt d’Art und Wiis, wiä Du denksch, bravo! Wiä d’Armee! Diä hend nämli gsait, ais Hauptproblem segi, dass d’Schwizer Bevölkerig immer weniger Chind machi. Und drum gäb’s au weniger Schtelligspflichtigi.

M: Und was heisst das genau?

R: Ganz aifach! Mehr Geschlechtsverkehr fürs Militär! Feuer frei fürs Vaterland! Make Love For War! Mir müend schliesslich gwappnet sii für dä Ernschtphallus! Ganz eerlich, was nützt Militärpflicht, solang d‘Fortpflanzig fraiwillig isch!? Jedä, wo äs Kondom benutzt isch nünt anders als än Militärdienschtverwaigerer.

M: Aso sorry du chasch doch ned d’Lüt zu Sex zwinge.

R: Michi! Das isch kain Zwang! Sex für d’Schwizer Armee isch ä Pflicht! Drum sait me au Schtelligspflichtigi.

M: Aso das heisst die zügigs-fähigschte Manne vom Land müend id Armee. Aso is Züghuus?

R: Natürlich nöd! Diä müend nöd is Militär, sondern regelmässig id Sameschpend zum Obligatorischä Schüssä. Wer nur mit Platzpatrone schüsst, dä mues id Armee. Luäg, i main: Schlussendlich bruchts üs ali, wel: Je chliner d’Fruchtbarkait, desto chliner isch au s’Militär, oder anderscht gsait: Die Armee eines Landes ist nur so stark wie sein schwächstes Glied.

M: Oisen Usse-Korreschpondänt, de Renato Kaiser!