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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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28.09.2016 | 06:31
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September 2016.

Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme.

15.08.2016 | 06:30
Grosses Moos (photo: )

August 2016

Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme.

20.06.2016 | 06:30
Juni 2016 (photo: )

Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme. Juni 2016.

20.04.2016 | 06:30
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Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme, beides möglichst am selben Tag. Diese Aufnahmen entstanden am 14. April 2016.

14.03.2016 | 11:56
8. März 2016 (photo: )

Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme, beides jeweils am selben Tag. Diesmal: am 8. März 2016.

15.02.2016 | 12:05
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Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme, beides jeweils am selben Tag.

Diesmal: 31. Januar 2016

18.01.2016 | 06:30
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Balts Nill spielt mit Tönen, Bildern und Worten. Für Journal B macht er einmal pro Monat ein Bild und eine Tonaufnahme, beides jeweils am selben Tag.

21.12.2015 | 06:30

Balts Nill spielt mit Instrumenten und Worten. Für Journal B stellt er kleine Karaoke-Vorlagen her, zu denen man am besten kurze Extrakte aus Zeitungen, Büchern etc. liest (oder singt oder pfeift).

Im Bauch der Erde rumort es gewaltig. Steinerne Eingeweide schieben sich mahlend voreinander, erbeben so lange, bis die Spannung entweicht. Das Zentrum der irdischen Qualen liegt hundert Kilometer weit entfernt und zwanzig Kilometer  tief unter der Haut. Als sich die aufgestaute Energie  des angespannten Gesteins schliesslich entlädt, breitet sich ein Teil der wilden Kraft als Wellen aus, die die Erde erschüttern.

Aus: David G. Haskell, Das verborgene Leben des Waldes, Verlag Antje Kunstmann, S. 123

Sobald die Kapitalrendite (r) deutlich und dauerhaft grösser ist  als die Wachstumsrate (g) , überwiegt fast unvermeidlich die Erbschaft, also das aus der Vergangenheit stammende Vermögen, die Ersparnis, also das aus der Gegenwart stammende Vermögen. Unter einem strikt logischen Gesichtspunkt  könnte es sich auch anders verhalten, aber die Kräfte, die eine Entwicklung in diese Richtung vorantreiben, sind ausserordentlich stark. r > g – das heisst in gewisser Weise, dass die Vergangenheit sich anschickt, die Zukunft zu fressen. Die aus der Vergangenheit stammenden Reichtümer vermehren sich ohne Arbeit schneller als die Reichtümer, die durch Arbeit geschaffen und angespart werden können.

Aus: Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert, Verlag C.H. Beck, S. 502

25.11.2015 | 06:30

Balts Nill spielt mit Instrumenten und Worten. Für Journal B stellt er kleine Karaoke-Vorlagen her, zu denen man am besten kurze Extrakte aus Zeitungen, Büchern etc. liest (oder singt oder pfeift).


Durch seine Spiralbahn wird Phobos unweigerlich zerstört werden: Entweder stürzt er  irgendwann auf den Mars oder die Gezeitenkräfte des Planeten zerreissen ihn in der Umlaufbahn. Welches Schicksal den kleinen Mond erwartet, hängt von seiner Zusammensetzung ab.

Der Bund, 24. November 2015

Es waren heisere, schnarrende, metalllose Töne, ein unsinniges Kreischen, ein ängstliches Plätschern und verzweifelndes Schlürfen, ein Keichen und Schollern, ein Stöhnen und Ächzen, ein unbeschreibbar eiskalter Schmerzlaut. Das Bassin der Alster war zugefroren, nur nahe am Ufer war ein grosses Viereck in der Eisdecke ausgehauen, und die entsetzlichen Töne, die ich eben vernommen, kamen aus den Kehlen der armen weissen Geschöpfe, die darin herumschwammen und in entsetzlicher Todesangst schrieen, und ach! Es waren dieselben Schwäne, die einst so weich und heiter meine Seele bewegten. Ach! Die schönen weissen Schwäne, man hatte ihnen die Flügel gebrochen, damit sie im Herbst nicht auswandern konnten, nach dem Süden, und jetzt hielt der Norden sie festgebannt in seinen dunklen Eisgruben.

Heinrich Heine: Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski, Kapitel 3

26.10.2015 | 06:30

Balts Nill spielt mit Instrumenten und Worten. Für Journal B stellt er kleine Karaoke-Vorlagen her, zu denen man am besten kurze Extrakte aus Zeitungen, Büchern etc. liest (oder singt oder pfeift).

„Wie waren die ursprünglichen Besiedler auf die Inseln gekommen? Im Fall der Galapagosinseln trennten achthundert Kilometer offenes Meer den Archipel von der Küste Südamerikas.  Dieses Problem beschäftigte Darwin so nachhaltig, dass er über ein Jahr versuchte, die Bedingungen einer Ozeanüberquerung im Garten seines Hauses in Kent nachzubilden. Er sammelte Samen und versenkte sie in Behälter mit Salzwasser. Jeweils nach einigen Tagen holte er einige Samen heraus und säte sie aus (...) Gerstensamen keimten nach sechs Wochen im Salzwasser immer noch aus (...) Eine Meeresströmung mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,6 Stundenkilometern könnte einen Samen in sechs Wochen über eintausendsechshundert Kilometer weit tragen.“

Aus: Elizabeth Kolbert: Das Sterben. Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt. Suhrkamp Verlag 2015, S. 200.

 

Leicht

 

Gab nichts das mich

Aufhalten konnte kein Festland

Hat mich lange beschäftigt. Immer

Sprang ich auf das letzte

Fahrende Schiff im September

 

Sarah Kirsch