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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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18.02.2015 | 06:30
Vladimir Tatlin, The sailor self-portrait

Wem passiert es nicht, dass er einer gegebenen Berichterstattung misstraut, dass er beispielsweise nicht genau versteht, was dort passiert im Osten, dort in diesem Land, das man Ukraine nennt, von dem man aber so ein genaues Bild nicht hat im Kopf!

Weil ich persönlich einfach nicht glauben kann, dass dem Lieben Gott wieder mal unterstellt wird, er trenne das Gute und das Böse ganz banal durch genau definierte Grenzen voneinander, war ich plötzlich hell wach, als ich am Radio zufälligerweise eine Stimme hörte, die nicht ins gleiche Horn blies wie alle andern.

Eigentlich brauchen Sie hier nicht weiterzulesen. Ich habe nichts Wesentliches beizufügen, ausser dass es sich lohnt, diese Sendung anzuhören. Zu Wort kommt Nada Boskovska, sie ist Zürcher Professorin für Osteuropäische Geschichte und sie weiss offensichtlich sehr viel und sagt es auch so klar und nachvollziehbar, dass ich mir noch beim Hören vornahm, mit meinen beschränkten Mitteln auf dieses Gespräch aufmerksam zu machen.

Ja, es ist schön zu erleben, dass es Leute gibt, die zu einem bestimmten Thema tatsächlich etwas zu sagen haben, weil sie sich ernsthaft und ausführlich damit befassen.

Und was ist mit Tatlin?

Tatlin war Seefahrer, ein grossartiger Künstler der Avantgarde, der einen Turm bauen wollte, 100 Meter höher als der Eifelturm! Und ja, auch er war Russe!