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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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06.05.2013 | 14:27

Die Redaktion von Journal B hat ihre Strategie angepasst. Sie konzentriert ihre Ressourcen für den Moment möglichst auf aktuelle Geschichten in erster Linie im Bereich Politik.

Die Redaktion von Journal B ist im September mit dem Anspruch angetreten, in den drei Ressorts Politik, Kultur und Alltag sowie in Blogs «die Gesichter und Geschichten hinter den News und den grossen Schlagzeilen» zu zeigen. Mit dieser Ausrichtung wurde das Team auch zusammengestellt. Journal B hatte und hat nicht den Anspruch flächendeckend tagesaktuelle Informationen und Breaking News zu liefern.

Die Redaktion erzählte Geschichten, die neue Blickwinkel auf das alltägliche Geschehen in und um die Stadt Bern eröffnen, und Protagonistinnen und Protagonisten zu Wort kommen zu lassen, die im hektischen Medienalltag oft vergessen gehen. Ein weiterer Anspruch war von Beginn weg, dass die Artikel von der Redaktion multimedial mit Bild, Video und Tondokumenten aufbereitet werden. Diesen Ansprüchen versuchte die Redaktion gerecht zu werden und konnte sich damit auch ein Publikum aufbauen.

Das Projekt Journal B ist aber entscheidend davon abhängig, wie viele Leserinnen und Leser die Idee eines unabhängigen Mediums für den Platz Bern auch finanziell durch ihre Mitgliedschaft im Trägerverein unterstützen. Diese Zahl ist (noch) zu gering. Einen Grund dafür sieht der Beirat der Redaktion, den die Mitgliederversammlung und der Vorstand eingesetzt haben, in der breite der Themenwahl. Der Beirat geht davon aus, dass eine Fokussierung auf politische Inhalte eine Trendwende herbeiführen kann. Ende April wurde an einer Sitzung zwischen Beirat und Vorstand ein entsprechender Strategiewechsel beschlossen.

Aus diesem Grund ist die Redaktion in Absprache mit dem Vorstand dazu bereit erklärt, ihre Ressourcen zu konzentrieren und auf Gefässe, wie beispielsweise die Blogs «7 Tage, 7 Bilder» oder die «Fotosafari» sowie auf Alltagsgeschichten und Porträts kurzfristig zu verzichten. Weitergeführt werden ausschliesslich vertraglich gebundene Zusammenarbeiten, weitere Kooperationen wie zum Beispiel mit Subkutan von Radio Rabe werden per sofort auf Eis gelegt. Die Redaktion wird in ihrer aktuellen Zusammensetzung (Beat Kohler (80%), Anne-Careen Stoltze (70%), Jessica Allemann (70%) und Videojournalist Nino Ruef (80%)) versuchen, sich stärker tagesaktuellen politischen Geschichten zu widmen.