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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
Aare
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19.03.2020 | 08:00

Mis Schribprogramm isch stur. Und unglehrig.

Wen i «dr» schribe machts geng es «der» drus. «Wäm» wandlets konsequänt i «wem» um, o we dr Satz när null Sinn ergit. E Soumode, das! O Aalegi, Buion, Gschtabi, Stägetritt, Schyterbygi, Sänkloch, Schnuderi, Schläckstängu gfaue n ihm gar nid: es understriicht mr se konsequänt mit ere rote Schlangelinie. Verbessere bitte! Heisst das äuä. Aber nei, i wott se nid verbessere. I wott se genau so schribe. U du, liebs Schribprogramm, hesch eifach ke Ahnig vo Bärndütsch.

 Immerhin: i muess froh si, wenn ds Programm nid sälber afaht mini Wörter nach sir Logik schribe. Das machts nämlech mängisch o. Zersch motzets mit ere blaue Schlangelinie u nächhär machts mr Vorschleg, was i viellech chönnt gmeint ha. Statt «schtündele» schlahts «stundete» vor, statt «stifusinnig» «stiftssinnig», statt «schnadig» «schädig», statt «Schinti» «Schnitt». Und usem momentan grad sehr aktuelle Gruess «blib xund» machts es «bleib rund». Auso würklech!

 Wen i nid ufpasse wie ne Häftlimacher (natürlech meints o da i heig Heftmacher gmeint!), de rütscht statt amne Strau (vor Sunne) e Stau (uf dr Strass) ine. Statt em Verb «stoffle» erschiint e «Stoffel», u «stünggele» wandlet ds Programm um i «Stängele». Es schwäbelet überhoupt e chli, mis Schribprogramm: «schöppele» ersetzts dür «Schnipperle» und «schöösele» dür «schusserle».

 Meischtens merken is no grad rächtzitig. Me liest ja so Texte o düre, u wen i de zwöimau genauso stuur eifach nach mim Gring schribe, de chopfets das. Wahrschinlech ischs ziemli beleidiget. Dänkt äuä, das isch itz e Zwänggring, dere cha me ke Dütsch biibringe. Meint äuä äs sig dr Siebesiech. Wie denn das SMS, wo usem ne «i ha di gärn» es «i ha di gärtner» gmacht het. Halllooo!

Liebi Schribautomate, dir müesst nid geng meine, dir wüsset scho nach drei Buechstabe, was mir Bärner*Inne hei wöue säge! Heit doch mau chli Geduld mit üs!