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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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22.02.2016 | 10:50
Aus voller Kehle gegen die Durchsetzungsinitiative. (Foto: zvg) (photo: )

Schon zum zweiten Mal trat in der Berner Innenstadt eine Gruppe von Leuten mit Volksliedern lauthals gegen die sogenannte Durchsetzungsinitiative an, um für den Rechtsstaat einzustehen.

«S'isch äben e Mönsch uf Ärde, Simelibärg.» Der Ausklang in Moll traf das Thema: Trennung tötet. Von Sandra Künzi initiiert, trafen sich am Samstag auf dem Kornhausplatz Frauen und Männer und Kinder, um gegen die Durchsetzungsinitiative hinzustehen und zu singen.

Einige in Tracht und Bauernhemden, andere in ihrer üblichen Kleidung, sangen wir aus dem Repertoire der Volkslieder. «Lueget vo Bärg u Tal», «Wenn eine tannigi Hose het», «Es Buurebüebli», «Gang rüef de Bruune», «Zoge am Boge», «S isch mir alles eis Ding», «L'inverno e passato».

Wir sangen laut, nicht immer richtig, zuweilen neben dem Takt. Wichtig war, diese schönen, lustigen, traurigen, oft fremden Lieder nicht jenen zu überlassen, die sie für sich pachten wollen, weil nur sie zu wissen meinen, was richtige Schweizerinnen und Schweizer sind. Gegen eine politische Verirrung zu singen, tut gut. Es ist der erste Schritt, für etwas einzustehen.

30.07.2015 | 06:30
Blick vom Stand ob Kandersteg auf Blüemlisalp (links), Fründenhorn (Mitte) und die Doldenhörner (rechts). (Foto: Fredi Lerch) (photo: )

Kommt man auf den Golitschenpass, steht westlich ein schroffer Felsknubel. Umgeht man ihn, kann man ihn besteigen. Auf dem «Stand» ist  die Aussicht so gut, dass man fast alles sieht. Wenn man Glück hat sogar einen bisher unbekannten Hodler.

Was? Isch das än Hodler?
Sicher isch das ä Hodler.
Daisch doch kän Hodler!
Mo mou, das isch ä Hodler!
Moll, du hesch recht, daisch doch än Hodler.
Gäu?
Itz gsehnis. Da sind doch die Wülchli.
Da isch er no ganz jung gsi.
Jo jo, die Wülchli. Die Wülchli.
Äbe, ä Hodler.
Jo me siehets scho. Wege de Wülchli.
Dert obe hann i doch mau ds Bei broche.
Wo obe?
Dert uf em Niese.
Isch da de Niese?
Ja, das isch dr Niese.
Du da isch dänn schön.
Klar, dr Niese isch dänk schön.
Ich han doch nöd gwüsst, da da de Niese isch.
Das isch o nid dr Niese. Das isch es Biud vom Niese.
Jo gell, vom Hodler.
Genau.
Jo, vom Hodler.
Scho schöööö!

Der Text «Vor einem Hodlerbild» findet sich in: Beat Sterchi: Ging gang gäng. Luzern (Der gesunde Menschenversand, Edition spoken word 3) 2010, S. 26.

22.07.2015 | 17:00

Die Ukraine sei ein «gescheiterter Staat». Da könne man nichts machen – schon gar nicht in Bern. Sicher?

Dies gelesen:

«Die Europäer sollten in die Ukraine reingehen, anstatt die Rede vom failing state vor sich herzutragen. Reingehen, das heisst: mit Buslinien, mit Billigflügen, mit Reisebüros, Städtepartnerschaften, Studenten, Schüleraustauschen, Konferenzen, Reportern, Architektenbegegnungen, beruflichen Dialogen, was auch immer es an zivilen Wegen gibt. Tausendfach.»

So Karl Schlägel, Professor für Osteuropäische Geschichte, im Gespräch mit seinem Kollegen Jörg Baberowski, Professor für Geschichte Osteuropas, publiziert in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 16. Juli 2015, Seiten 44/45.

Das gedacht:

Warum also keine Städtepartnerschaft Bern – Kiew?

07.07.2015 | 14:12

Geht das noch, unschuldig ins Meer zu steigen? Können wir dort den Flüchtlingen entrinnen, die auf der Überfahrt nach Europa ertrunken sind? Der Sommer am Meer ist anders geworden, real und in unserer Vorstellung. Ein Fast-Sonett.

 

Sommer am Meer
fast ein Sonett

Der Sommer ist da und wir fahren ans Meer
mit Streit, Gepäck und Proviant
mit dümmlichen Gameboys in jeder Hand
auch der Stau ist da, und heiss ist der Teer

Endlich am Ziel, ein Hotel direkt am Meer
Gerangel beim Frühstück, Gerangel am Strand
ein Keifen und Weinen im Familienverband
wir sind uns in den Ferien einfach zu schwer

Als wir endlich den Fuss Richtung Wasser erheben
bemerken wir blass und von Übel gepackt
da schwimmen uns zahlreiche Leichen entgegen

Wir flüchten, doch sie sind schneller und nackt
wir hören das düstere Meeresbeben
Noch vor der Grenze haben sie uns gepackt

***

Der Sommer war da und wir warn an Meer
dort fanden uns Tote und hielten uns fest
sie brachten uns stumm in ihr Todesnest
da weinen wir nun, für immer im Meer

aus: Das politische Sonett / Juni 2015 Sandra Künzi

01.07.2015 | 16:07

Bei der Konzeption von Journal B stellte sich die Frage: Wetterbericht? Nein, nur die tägliche Temperatur der Aare, dafür oben links auf der Startseite. Mit steigenden Temperaturen wächst die Lust auf einen Aareschwumm.

Also am letzten Sonntag ein Blick in Journal B: 14,8 Grad. Eine andere website: 16,2 Grad. Was jetzt? Am Montag der Austausch unter Kollegen: Ich war nicht als einziger deswegen auf Journal B. Einer hat sogar kurz darauf die offizielle Station des Bundes in der Schönau passiert: 15,0 Grad. Gute Qualitätskontrolle. Aber immer noch zu kalt. Doch es lohnt sich, die Aaretemperatur auf Journal B in den nächsten Tagen weiter zu beachten!

27.03.2015 | 06:30
(Foto: Peter Eichenberger) (photo: Peter Eichenberger)

«Ich wollte wissen, was das für Leute sind, die unsere Trams putzen und warum sie diese Arbeit machen.» (Peter Eichenberger)

 

«E suberi Sach – unterwegs mit dem Team Sauber BERNMOBIL» ist eine Fotoreportage von Peter Eichenberger. Im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus ist sie noch bis zum Samstag im Kornhausforum (Foyer 1. Stock) zu sehen.

Zum vollständigen Programm der Aktionswoche.

26.03.2015 | 06:30
(Foto: Peter Eichenberger) (photo: Peter Eichenberger)

«Es gehe darum, den Flüchtlingen, die hierher kommen, ein Gesicht zu geben und ihnen zuzuhören. Darum braucht es andere Geschichten.» (Peter Eichenberger)

 

«E suberi Sach – unterwegs mit dem Team Sauber BERNMOBIL» ist eine Fotoreportage von Peter Eichenberger. Im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus ist sie noch bis zum Samstag im Kornhausforum (Foyer 1. Stock) zu sehen.

Zum vollständigen Programm der Aktionswoche.

25.03.2015 | 06:30
(Foto: Peter Eichenberger) (photo: Peter Eichenberger)

«Die Leute vom Team Sauber erzählen, dass ihre Arbeit allgemein geschätzt werde und sie wenig schlechte Erfahrungen machten.» (Peter Eichenberger)

 

«E suberi Sach – unterwegs mit dem Team Sauber BERNMOBIL» ist eine Fotoreportage von Peter Eichenberger. Im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus ist sie vom Mittwoch bis zum Samstag im Kornhausforum (Foyer 1. Stock) zu sehen. Vernissage: heute Mittwoch, 25. März, 17 Uhr.

Zum vollständigen Programm der Aktionswoche.

24.03.2015 | 06:30
(Foto: Peter Eichenberger) (photo: Peter Eichenberger)

«Auf die Idee dieser Reportage gekommen bin ich, weil mich die Leute in 'Team Sauber'-Overalls, die mit Putzkessel an den Haltestellen unterwegs waren, interessierten.» (Peter Eichenberger)

 

«E suberi Sach – unterwegs mit dem Team Sauber BERNMOBIL» ist eine Fotoreportage von Peter Eichenberger. Im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus ist sie vom Mittwoch bis zum Samstag im Kornhausforum (Foyer 1. Stock) zu sehen. Vernissage: morgen Mittwoch, 25. März, 17 Uhr.

Zum vollständigen Programm der Aktionswoche.

23.03.2015 | 06:30
(Foto: Peter Eichenberger) (photo: Peter Eichenberger)

«Das Team Sauber ist kein Arbeits-, sondern ein Integrationsprojekt.» (Peter Eichenberger)

 

«E suberi Sach – unterwegs mit dem Team Sauber BERNMOBIL» ist eine Fotoreportage von Peter Eichenberger. Im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus ist sie vom Mittwoch bis zum Samstag im Kornhausforum (Foyer 1. Stock) zu sehen. Vernissage: Mittwoch, 25. März, 17 Uhr.

Zum vollständigen Programm der Aktionswoche.