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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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01.02.2015 | 11:26
  • Freundlicher Hinweis im neuen städtischen Freibad auf dem Casinoplatz. (Foto: zvg)
  • Strenges Diktum: So schlecht sind doch Berns Strassenschachspieler gar nicht. (Foto: Fredi Lerch)
  • Irgendwie subversiv: Greift die Privatverkehrslobby die rotgrüne Stadtregierung an? (Foto: Fredi Lerch)
  • Plumpe Polizeitaktik: So fängt man weder Spontis, noch Knackis noch Sans-Papiers. (Foto: Fredi Lerch)
  • Und jetzt das! Erste mysteriöse Plakate auch in Quartierschaufenstern. (Foto: Fredi Lerch)

Was geht vor in der Stadt? Seit Tagen irritieren anonyme Plakate unsere städtisch-bodenständige Phantasielosigkeit. Steckt Blocher dahinter? Oder doch eher die Rotgrünen?

Wer könnte ein Interesse haben, die Stadt mit Plakatständern voller schwarzweisser Weltformatplakate vollzustellen? Die politischen Radikalinskis (schwarzweiss)? Oder die aussenpolitisch Grössenwahnsinnigen (Weltformat)?

Ist es denkbar, dass die SVP den nationalen Wahlkampf vom Oktober bereits jetzt lanciert (Bundeshauptstadt!)? Die kecke Aufforderung, nicht in den Bus einzusteigen: Ist das eine antietatistische Stichelei gegen den städtischen Service Public? Und die unverfrorene Bitte, gleich zur Polizeihauptwache durchzugehen: Ist das nicht ein perfider fremdenfeindlicher Irreführungsversuch gegenüber abgewiesenen AsylbewerberInnen?

Oder haben sich – andersherum – die Rotgrünen zur Legislaturhalbzeit etwas Originelles auszudenken versucht? Darf man in der Aktion gar ein bisschen verschupfte Subversivität wittern? Zeugen die konsequent eingesetzten, verwirrlichen Doppelparolen – die die hochwohllöbliche Amtssprache als konfuses Gebrabbel konterkarieren – von einem geradezu anarchischen Augenzwinkern?

Blocher oder die Rotgrünen? Journal B bleibt dran!