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Aline Trede rückt in den Nationalrat nach

Franziska Teuscher wechselt von der nationalen auf die städtische Bühne, Aline Trede tritt den umgekehrten Weg an. In der Märzsession nimmt sie ihren Platz im Bundeshaus ein.

Am 07. November liegt die russische Revolution genau 100 Jahre zurück. Zu diesem Anlass tritt Aline Trede zusammen mit Fabian Molina in einem Theaterstück auf. (Foto: zvg)

Aline Trede hat bei diesen Wahlen gleich mehrfach gewonnen. Sie wurde mit 8247 Stimmen wieder in den Stadtrat gewählt, dem besten Resultat auf ihrer Liste. Doch lange wird sie diesen Erfolg auf städtischer Ebene nicht auskosten können. Dies dank der Wahl von Franziska Teuscher in den Gemeinderat. Wie Teuscher bereits im Vorfeld der Wahlen bekannt gegeben hat, wird sie sich mit der Wahl in den Gemeinderat aus dem Nationalrat zurückziehen. Aline Trede kann nun nachrücken. Vor einem Jahr erreichte sie auf der Liste der Grünen Kanton Bern den ersten Ersatzplatz. In der Märzsession wechselt Trede vom Rathaus ins Bundeshaus.

«Ob ich die Legislatur im Stadtrat noch beginne, ist noch nicht klar.»

Aline Trede, GB

«Ob ich die Legislatur im Stadtrat noch beginne, ist noch nicht klar», erklärt die designierte Nationalrätin. Bereits sicher ist, dass sie nicht im Stadtrat und im Nationalrat gleichzeitig wirken wird. Bis klar ist, wer für sie in den Stadtrat nachrückt, bleibt offen, ob sie die Legislatur auf städtischer Ebene noch beginnt oder nicht. Auf den ersten Ersatzplatz hat es Sabine Baumgartner geschafft, die Geschäftsführerin des Grünen Bündnisses, vor Franziska Grossenbacher.

Freude über den Wechsel

Aline Trede freut sich über den Wechsel auf die nationale Bühne, denn die Leitlinien für ihre Kernthemen Verkehr und Energie werden dort gesetzt. «Ich freue mich auf die Oppositionsrolle, das war im Stadtrat nicht so», erklärt sie hinsichtlich der etwas anderen Kräfteverhältnisse auf nationaler Ebene. Sie will mithelfen, den Grünen wieder mehr Schwung zu verleihen. Der Partei fehle es auch nach dem Entscheid für den Atomausstieg nicht an Themen, ist sie überzeugt. Die Verluste, welche die Grünen bei den letzten Nationalratswahlen erlitten haben, sieht sie als Ansporn.

«Ich freue mich auf die Oppositionsrolle, das war im Stadtrat nicht so.»

Aline Trede, GB

Dass persönlicher Einsatz tatsächlich zum gewünschten Ergebnis führen kann, diese Erfahrung hat sie bei den aktuellen Wahlen gemacht. Zusammen mit Franziska Teuscher war sie noch am Samstag auf Berns Strassen unterwegs. So hat die Partei bei der insgesamt mageren Stimmbeteiligung noch mobilisieren können – auch wenn dies wohl auf Kosten der Jungen Alternative geschehen ist, welche den Sitz von Rahel Ruch verloren hat. Die Fraktion GB/JA bleibt insgesamt gleich stark. Aber sowohl die Grünen als beispielsweise auch die SP konnten die vorausgesagte Stagnation trotz insgesamt lauem Wahlkampf widerlegen.