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Kompositionen fürs «Schrottzeug»


Töne, die klingen wie der Wecker von Spongebob, die schlagen wie das letzte Stündlein oder die an Hannah Montana erinnern – Musik aus Schrott weckt die Fantasie.

  • Komponistin Margrit Rieben zeichnet bereits erste Klänge auf, die später ein Hörspiel vertonen werden.
  • Kreative Spielweise für ein kreatives Instrument.
  • Die Klänge der Instrumente aus Schrott hinterliessen bei den Jugendlichen phantasievolle Gedankenbilder.
  • Pfannendeckel und Plastikschale erhalten neue Aufgaben.
  • Viele Schlaginstrumente sind aus den Schrott-Teilen entstanden.
  • Die Instrumente bestehen hauptsächlich aus Metall, aber auch Ballone fanden ihre Verwendung beim Klangerzeugen.
  • Der Kreis ist rund, der Klang metallisch.
  • Die Jugendlichen bewiesen eine Musikalität, die mit Abfallprodukten nichts am Hut haben.
  • Blick auf das «Schrottzeug».
  • Klang-Verstärker aus Schrott für Klänge von Instrumenten aus Schrott.

Vergangenen Freitag stellten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklasse 7a der Schwabgut-Schule in Bern Bethlehem der Komponistin und Perkussionistin Margrit Rieben ihre selbst gemachten Instrumente aus Schrott vor. Gemeinsam entwickeln sie nun im Rahmen eines Tönstör-Projekts die Musik für ein Hörspiel, das ebenfalls von einer Klasse geschaffen wird.

«Blechhauinstrumente und Plastikbläser»

Die Jugendlichen stellten ihre Instrumente, hauptsächlich Schlaginstrumente aus Blech, Metall und Eisen sowie Blasröhren aus Plastik, der Gruppe vor.

Jessica Allemann

Flöte aus ausgedientem Blechrohr.

Auch ein aus einer riesigen silbernen Röhre und einem Trichter bestehender «Klang-Verstärker» ist unter den Instrumenten. Ein Junge nennt sein schlagzeugähnliches Holzgestell mit Blechschale, Messingservierbrett und Pfannendeckel treffend «Schrottzeug», andere lassen ihre Instrumente für sich alleine sprechen. Nach jedem Einsatz der Instrumente wurden die Ideen und Bilder, welche die sonderbaren Klänge weckten, besprochen. Und diese Bilder lassen sich sehen: So klang ein tiefer Blaston wie der Wecker von Spongebob, das rhythmische Spiel auf dem Schrottzeug erinnert einen Jungen an das geschlagene, letzte Stündchen. Auch musste jemand kurz an Hannah Montana denken, an im Stau stehende Lastwagen oder an einen Hang hinunterkullernde Blechdosen.

Komposition als gestaltete Zeit

Jessica Allemann

Im Werkunterricht wurden die Schrottteile in Instrumente verwandelt.

Die Schülerinnen und Schüler diskutierten auch, was eine Komposition ausmacht. Während es für die einen «ein Instrumente-Remix» ist, finden andere, dass eine Komposition «wie im Orchester ist, wenn alle Instrumente gleichzeitig spielen, sie alle unterschiedlich klingen, es aber trotzdem irgendwie zusammenpasst». Margrit Rieben beschrieb eine Komposition als «gestaltete Zeit mit einem Anfang, einem Schluss und einer Geschichte dazwischen», und forderte drei kleine Schrott-Orchester dazu auf, sich während einer Viertelstunde eine Komposition auszudenken. Wie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a diese Zeit mit Klängen füllten, sehen Sie im Video.