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Stadt-Land-Graben bei den Fahrzeugsteuern

Im zweiten Anlauf förderte die Abstimmung über das «Gesetz über die Besteuerung der Strassenfahrzeuge» ein deutlicheres Ergebnis an den Tag als die erste Abstimmung. Das Land hat die Stadt überstimmt.

Bei der Wiederholung der kantonalen Volksabstimmung über die Besteuerung der Strassenfahrzeuge zeigt sich in den Resultaten ein deutlicher Stadt-Land-Graben. Wer stärker auf das Auto angewiesen ist, weil er in einer Randregion lebt, der stimmte offensichtlich für den Volksvorschlag. Insgesamt sagten 122 409 Stimmberechtigte im Kanton Ja zur Vorlage des Grossen Rates. 148 107 Stimmberechtigte sprachen sich für den Volksvorschlag aus. In der Stadt sah dieses Verhältnis ganz anders aus. Hier folgten 21 548 Stimmberechtigte dem Grossen Rat (GR) und 10 555 Personen stimmten für den Volksvorschlag (VV). Bereits in Köniz (6266 GR, 5201 VV) und in Muri (2375 GR, 2171 VV) war der Vorsprung für die Grossratsvorlage noch dünn, in Ostermundigen (1788 GR, 1797 VV) war das Verhältnis praktisch ausgeglichen. In Belp obsiegte der Volksvorschlag mit 2332 Stimmen schon deutlich über die Grossratsvorlage mit 1682 Stimmen. Bern-Mittelland mit der Stadt Bern ist der einzige Verwaltungskreis, der sich gegen den Volksvorschlag ausgesprochen hat.

Resultate im Überblick

Gesetz über die Besteuerung der Strassenfahrzeuge mit Volksvorschlag

Vorlage des Grossen Rates: 122 409 Ja (44,9%); 149 914 Nein (55,1%)

Volksvorschlag: 148 107 Ja (53,6%); 128 334 Nein (46,4%)

 

Volksinitiative «Faire Steuern - Für Familien» und Gegenvorschlag des Grossen Rats

Initiative: 92 283 Ja (33,5%); 182 850 Nein (66,5%)

Gegenvorschlag: 143 596 Ja (52,9%); 128 074 Nein (47,1%)

 

Optimierung der Förderung von Gemeindezusammenschlüssen - Änderung der Kantonsverfassung

166 633 Ja (62,0%); 102 301 Nein (38,0%)

 

Optimierung der Förderung von Gemeindezusammenschlüssen - Änderung des Gemeindegesetzes

162 912 Ja (61,4%); 102 604 Nein (38,6%)