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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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Der Sturm im Blätterwald seit 1991

Fusionen und Zusammenlegungen sind in der Schweizer Presselandschaft keine Neuheit. Eine Chronik zeigt die Entwicklung seit 1991, die im letzten Jahr in der Schaffung von Kompetenzzentren durch die Tamedia gipfelte.

1991: Die «NZZ« steigt beim «St. Galler Tagblatt» als Mehrheitsaktionärin ein.

1991: «Vaterland« und «Luzerner Tagblatt» schliessen sich mit ihren Kopfblättern zur «Luzerner Zeitung» zusammen.

1991: Das «Journal de Genève» und die «Gazette de Lausanne» fusionieren zum «Journal de Genève et Gazette de Lausanne».

1993: Fusion der jurassischen Tageszeitungen «Le Pays» und «Le Démocrate» zu «Le Quotidien Jurassien».

1993: Das «Aargauer Tagblatt», das «Zofinger Tagblatt» sowie das «Oltner Tagblatt» vereinbaren eine Zusammenarbeit und tragen ab 1994 den gemeinsamen Untertitel «Mittelland-Zeitung».

1994: Das «Thuner Tagblatt», der «Berner Oberländer» und das «Oberländische Volksblatt» treten mit dem Untertitel «Berner Oberland Zeitung» (BOZ) gemeinsam in Erscheinung und arbeiten redaktionell zusammen.

1994: Die Genfer Tageszeitung «La Suisse» geht aus wirtschaftlichen Gründen unter.

1996: Aus dem Ringier-Blatt «Luzerner Neuste Nachrichten» und der «Luzerner Zeitung» wird die «Neue Luzerner Zeitung«.

1996: Das «Aargauer Tagblatt» und «Badener Tagblatt» fusionieren zur «Aargauer Zeitung».

1996: Die beiden Neuenburger Tageszeitungen «L'Express» und «L'Impartial» geben ihre Zusammenarbeit bekannt.

1997: Zehn Titel aus Graubünden, Glarus, St. Gallen und Schwyz bilden die neue Tageszeitung «Südostschweiz», zu der auch die «Bündner Zeitung», das «Bündner Tagblatt» und die romanische «La Quotidiana» gehören.

1997: Die «Berner Tagwacht» stellt nach 105 Jahren ihr Erscheinen aus wirtschaftlichen Gründen ein.

1998: Die «Ostschweiz» geht nach 125 Jahren ein. 80 Angestellte werden entlassen.

1998: Die «NZZ» übernimmt die Mehrheit am Berner «Bund».

1997: «Le Nouveau Quotidien» und «Le Journal de Genève» fusionieren zu «Le Temps».

1999: Skandinavische Verlagshäuser lancieren in der Schweiz erst «20 Minuten» und kurz darauf «Metropol», zwei Gratistageszeitungen. 2003 wird «Metropol» wieder eingestellt, und «20 Minuten» kommt unter die Fittiche von Tamedia.

2001: «Aargauer Zeitung», «Solothurner Zeitung», «Oltner Tagblatt» und «Zofinger Tagblatt» schliessen sich zur «Mittelland Zeitung» zusammen, die Anfang 2002 mit einem gemeinsamen Mantelteil erscheint.

2003: Die Espace Media bringt den «Bund» unter ihr Dach, indem sie einen Teil der NZZ-Anteile erwirbt.

2004: Die NZZ-Gruppe übernimmt die Mehrheit an der LZ Medien Holding, der Herausgeberin der «Neuen Luzerner Zeitung».

2005: In der Romandie lanciert der Verlag Edipresse die Gratiszeitung «le matin bleu».

2006: Tamedia präsentiert als Konkurrenzblatt «20 minutes», eine Schwesterzeitung von «20 Minuten».

2006: Ringier startet die Gratisabendzeitungen «heute« sowie «cash daily«, ein Gratisblatt für Wirtschaftsinformationen. «heute» wird 2008 durch «Blick am Abend« ersetzt, «cash daily» 2009 eingestellt.

2007: Durch den Erwerb der Espace Media übernimmt Tamedia die «Berner Zeitung» und den «Bund» sowie Beteiligungen an «Berner Oberländer» und «Thuner Tagblatt».

2007: Tamedia und die «Basler Zeitung» starten die Pendlerzeitung «News». Nach dem Ausstieg der «BaZ» wird das Blatt 2009 eingestellt.

2007: Die AZ Medien kaufen die «Basellandschaftliche Zeitung».

2009: Tamedia übernimmt schrittweise bis 2011 Edipresse und damit die Tageszeitungen «24 heures», «Tribune de Genève» und «Le Matin» sowie die Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». «le matin bleu» wird eingestellt.

2009: Die AZ Medien übernehmen die Solothurner Vogt-Schild und damit die «Solothurner Zeitung» ganz. Im gleichen Jahr kündigen sie den Abbau von 65 Stellen an.

2010: Die «Thurgauer Zeitung» geht von Tamedia an die NZZ-Mediengruppe. Im Gegenzug verkauft die NZZ ihre Beteiligungen an den Landzeitungen «Zürcher Unterländer», «Zürichsee Zeitung» und «Zürcher Oberländer» an die Tamedia.

2010: Der Financier Tito Tettamanti und der Medienanwalt Martin Wagner kaufen die «Basler Zeitung». Vermutungen, Christoph Blocher wirke im Hintergrund mit, bestätigen sich 2013. Über Umwege gelangt die «BaZ» 2014 ganz an den SVP-Chefstrategen, an Chefredaktor Markus Somm und CEO Rolf Bollmann.

2010: Die Einführung des Newsrooms bei der der «Blick» Gruppe hat 25 Kündigungen zur Folge.

2010: Der französischen Medienkonzern Hersant übernimmt die Mehrheit am Unterwalliser «Nouvelliste « und schliesst diesen der gemeinsamen Redaktionsplattform der Hersant-Titel «La Côte», «L'Impartial», «L'Express» und «Journal du Jura» an.

2014: Tamedia übernimmt von der Winterthurer Ziegler Druck- und Verlags-AG die Mehrheit am «Landboten».

2014: Ringier sichert sich die Mehrheit an «Le Temps».

23. Januar 2017: Durch die Einstellung des Magazins «L'Hebdo» und eine Restrukturierung bei «Le Temps» baut Ringier 37 Stellen ab.

16. August 2017: Die Basler BaZ Holding übernimmt den Zehnder-Verlag mit 25 Gratiszeitungen - rückwirkend per Anfang 2017.

22. August 2017: Tamedia legt die Redaktionen von «20 minutes» und «Le Matin» per Anfang 2018 zusammen. Sechs Personen werden entlassen.

23. August 2017: Tamedia organisiert ihre Zeitungsredaktionen neu und schafft Kompetenzzentren.

7. Dezember 2017: NZZ-Mediengruppe und AZ Medien gründen ein gemeinsames Unternehmen für ihre Regionalzeitungen.

30. Januar 2018: Das Medienhaus Somedia legt die Redaktionen von «Südostschweiz» und «Bündner Tagblatt» zusammen.

(Quelle: SDA)