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Monopolzeitung gegen Medienabbau in Bern

Der Abbauplan «Tamedia2020» sieht vor, die Redaktionen von «Bund» und «Berner Zeitung» massiv zu verkleinern. Dagegen und gegen den Medieneinheitsbrei ist heute Morgen die erste Ausgabe der «Monopolzeitung» erschienen. 

Gegen einen Abbauplan hinzustehen, braucht Mut: Das sind die Journalistinnen und Journalisten von «Bund» und «Berner Zeitung», die jetzt die Solidarität von Stadt und Region Bern brauchen (Foto: syndicom)

Unter dem Titel «Berner Beben» berichtet die «Monopolzeitung» über die Folgen des Abbauplans «Tamedia2020». Die Redaktion der «Berner Zeitung» soll von 150 auf 70 Mitarbeitende mehr als halbiert werden. Auf dem «Bund» fällt der Schnitt nur deshalb weniger drastisch aus, weil es dort schon 2009 zu grossen Entlassungen gekommen ist.

Weiter heisst es, «Tamedia2020» wolle die Lokalredaktionen zum «Feigenblatt» machen, die «für den Erhalt der DNA der einzelnen Titel sorgen» sollen. DNA meint in diesem Zusammenhang: Man soll den Tamedia-Zeitungen von Winterthur bis Thun nicht auf den ersten Blick ansehen, dass sie grosso modo alle das Gleiche gleich gelayoutet veröffentlichen.

Die «Monopolzeitung» ist heute Morgen erstmals erschienen und wurde von den RedaktorInnen der beiden Berner Zeitungen als Printausgabe im Hauptbahnhof an die PendlerInnen und vor dem Rathaus an die tagenden GrossrätInnen verteilt.

Zudem erschien die Monopolzeitung online. Hier kann die Petition «Vielfalt statt Einheitsbrei!» unterzeichnet werden. Erste Berichte zur Aktion finden sich auf den Websiten der Gewerkschaften syndicom und Impressum, die die Aktion mittragen.