Aare
°

Journal B

Sagt, was Bern bewegt
Aare
°

KOLUMNE /

Aline Trede

20.09.2016 | 18:24

Unsere Kolumnistin macht Werbung für eine Diskussionsveranstaltung in Berns Norden.

Franziska Teuscher vor der Kaserne Bern. (Bild: zvg)

In verschiedenen Schweizer Städten sind Diskussionen um die Zukunft der Kasernenareale entbrannt. Viele widersprüchliche Forderungen treffen da aufeinander. Alle möchten die Areale in ihrem Sinn umnutzen. Und natürlich mischen sich die Quartiere ebenfalls ein.

Auch in Bern ist dies der Fall. Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) will deshalb nicht mit Forderungen auftrumpfen, sondern die Diskussion gründlich mit dem Quartier führen und organisiert eine Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Basel und Zürich. In diesen beiden Städten sind die Vorstellungen und Pläne bezüglich ihrer Kasernenareale bereits weiter fortgeschritten als in Bern, wo nach der Sistierung 2009 von QuanTerra (eine von der Stadt abgelehnte Luxusvariante seitens Kanton) ein Vakuum entstanden ist.

Sogar der Bundesrat hat sich schon mit dem Berner Kasernenareal befasst und befunden: «Bezüglich späterer Nutzungsoptionen bestehen zwischen der Stadt einerseits und dem Kanton als Grundeigentümer sowie der Armee als Hauptnutzer andererseits grundlegende Differenzen.» Was viele Möglichkeiten, aber auch Probleme verspricht. Wichtig zu wissen: Für den Bundesrat ist die Laufzeit des Waffenplatzvertrags (bis 2028!) keineswegs sakrosankt, sondern verhandelbar.

Das Thema ist heiss. Es wird auch im neuen Stadtentwicklungskonzept 2016 (STEK) aufgebracht und in Vorstössen der SP (sowohl im Stadtrat wie im Grossen Rat) im Zusammenhang mit neuem Wohnraum thematisiert. Der Zeitpunkt ist also ideal, die Wünsche und Visionen für dieses Areal einzubringen.

Für mich wäre dieses Areal sehr gut geeignet, um die Grüne Wirtschaft im Kleinen Umzusetzen. Es gibt bereits heute in grösseren Städten auf dieser Welt Areale, welche die Kreislaufwirtschaft bis in letzter Konsequenz umgesetzt haben. Nachhaltige Quartiere, in denen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Entsorgen etc. alles an einem Ort stattfinden können. Somit ist auch preisgünstiges und ökologisches Wohnen garantiert. Auch Bern würde ein solches Leuchtturmprojekt gut anstehen –und wo gäbe es einen besseren und sinnvolleren Ort als das Kasernenareal?

***

Was wünschst Du dir auf dem Berner Kasernenareal? Teile es mit, und zwar schon diesen Freitag, 23. September, um 18 Uhr, Treffpunkt Eingang Kasernenwiese (Seite Herzogstrasse). Diskutiere mit Gemeinderätin Franziska Teuscher, SP-Grossrat Res Hoffmann, Peter Schuler, Vorstandsmitglied IG Kasernenareal Basel, und dem Architekten von Archipel ZH, Andreas Wirz. Diskussionsleitung: Urs Frieden, Präsident DIALOG Nordquartier (und Vorstand Journal B).