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Für Flüchtlinge auf den Bundesplatz

An Europas Grenzen werden Menschen aufgehalten, die aus Elend, Not und Krieg flüchten. Eine Kundgebung am Samstag soll zeigen, dass uns dies nicht gleichgültig ist.

Nach offiziellen Angaben sitzen derzeit etwa 50’000 Flüchtlinge in Griechenland fest. Es handelt sich in der Mehrzahl um Frauen und Kinder, die vor bewaffneten Konflikten und Gewalt geflohen sind. In Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze verharren nach wie vor über 13’000 Flüchtlinge unter sehr schlechten Bedingungen, darunter zahlreiche Familien mit Kleinkindern sowie auch Menschen mit Behinderungen und schwangere Frauen. Am Hafen von Piräus ist ein informelles Lager entstanden; dort schlafen rund 5’000 Menschen auf dem Boden im Hafengebäude oder in kleinen Zelten vor dem Gebäude. Ehrenamtliche HelferInnen und NGOs bemühen sich, die Menschen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen.

Am kommenden Samstag, 9. April, um 14 Uhr beginnt auf dem Bundesplatz in Bern unter dem Motto «Gemeinsam für ein menschliches Europa!» eine Kundgebung gegen das Andauern dieser Situation, für Verständnis und für konkrete Hilfe. Je mehr Leute teilnehmen, desto grösser kann die Wirkung sein.

Ein Hinweis: Navid Kermanis SPIEGEL-Reportage «Einbruch der Wirklichkeit» (42/2015), ist unter dem Titel «Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa» und mit Fotografien von Moises Saman im Verlag C.H.Beck erschienen. Ein dünnes Büchlein voller Beobachtungen, Begebnisse, Denkwürdigkeiten öffnet den Blick hinter das, was wir aus vielen Bildern zu kennen glauben. Der Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels beschreibt die Mühsal und die Wege der Flüchtenden, die an unsere Türe kommen und auf Einlass hoffen. Weihnachtsgeschichten das ganze Jahr über.