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«Jetzt sind wir an der Reihe»

Am Samstag haben mehr als 12'000 Frauen, Männer und Kinder auf dem Bundesplatz für Lohngleichheit demonstriert. Die Gewerkschaften, Frauenorganisationen und die Parteien von links bis bürgerlich haben dazu aufgerufen.

  • Die Gewerkschaften fordern griffige Instrumente zum Durchsetzen von Lohngleichheit in Betrieben. (Foto: Naomi Jones)
  • Transparent an der Demonstration vom 7. März 2015. (Foto: Naomi Jones)
  • Die Organisatoren und Organisatorinnen schätzen, dass mehr als 12'000 Menschen auf den Bundesplatz kamen. (Foto: Naomi Jones)
  • Chiara Simoneschi Cortesi, Präsidentin der Gewerkschaft «transfair», bedauert, dass junge wie Malika Zouaoui von der Gewerkschaft Syna immer noch für die gleichen Anliegen kämpfen müssen. (Foto: Naomi Jones)
  • Nationalratskandidatin Sabine Reber protestiert mit einem Schnauz. (Foto: Naomi Jones)
  • Er pfeift für Lohngleichheit. (Foto: Naomi Jones)
  • «Nur weil ich Informatiker bin, verdiene ich mehr als meine Frau, obwohl ihre Arbeit ebenso komplex und anstrengend wie meine ist», sagt dieser Demonstrant. (Foto: Naomi Jones)
  • In «Die männliche Herrschaft» legte der französische Soziologe Pierre Bourdieu überzeugend dar, wie sehr unsere Gesellschaft von der Dualität Männlich/Weiblich geprägt ist und wie diese Dualität mit einer Wertung verbunden ist. (Foto: Naomi Jones)
  • Tiefere Löhne aufgrund von Teilzeitarbeit zu Gunsten unbezahlter Familien- und Care-Arbeit führen zu tieferen Renten, obwohl das Arbeitsvolumen insgesamt nicht tiefer war. (Foto: Naomi Jones)
  • Viele junge Männer wollen sich in der Familie engagieren. Damit sie dies können, brauchen sie Teilzeitstellen und ihre Partnerinnen genügend Lohn. (Foto: Naomi Jones)

«Wer glaubt, dass Frauen den Männern schon heute gleichberechtigt sind, glaubt auch an Einhörner», sagte ein Transparent.

34 Jahre nachdem die Gleichstellung von Mann und Frau in der Verfassung verankert worden ist, verdienen Frauen immer noch rund 20 Prozent weniger als Männer. Das sei ein volkswirtschaftlicher Fehler, so Rednerin Maya Graf, Co-Präsidentin von «Alliance F». Denn dieses Geld fehle den Familien, den Sozialversicherungen und bei den Steuern, also dem Staat.