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Blumen: Was hinter der hübschen Erscheinung steckt

Hach, wer erfreut sich nicht über den Anblick einer üppigen Blumenwiese oder eines prachtvollen Strausses? Die bunten Blüten entzücken und gehören fest ins Geschenke-Repertoire. Da geht aber noch mehr! In dieser Sendung ergründet Subkutan die Bedeutung der blauen Blume in der Romantik, beleuchtet die Kulturgeschichte des Edelweiss und zeigt, wie nachhaltig Schnittblumen sein können.

Die blaue Blume – zwischen Sehnsucht und Kampfansage

Weil sie sich der sich schnell wandelnden Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts entziehen wollten, verzehrten sich viele Schriftsteller der Romantik nach der blauen Blume. In dieses imaginäre Wundergewächs wurde alles hineinprojiziert, was Aufklärung und Moderne fern war: Sehnsucht, Grenzenlosigkeit, Glückssuche. Die Blume wurde stets gesucht, jedoch nie gefunden. Für was würde sie heute stehen, diese blaue Blume? Jeanette Wolf begab sich auf die Suche nach der Antwort auf diese Frage und holte sich dabei die Unterstützung des Literaturwissenschaftlers Nicolas Detering.

 

Wie das Edelweiss Kult wurde

Die sternförmige Blume mit ihren weissen, filzigen Blättern gilt als Symbol für eine alpine, traditionsverwurzelte und ländliche Schweiz. Dass sie nur in den Alpen wachse und für die Alpenbevölkerung schon immer wichtig war, ist jedoch ein Mythos. Der Kulturwissenschaftler Tobias Scheidegger von der Uni Zürich hat die Kulturgeschichte des Edelweiss erforscht und erzählt Zita Bauer im Gespräch, wie die Blume zu ihrer Bedeutung kam.

 

Blumen aus Bern statt Übersee

Michal Steinemann besuchte Ursi und Nicolas Fuhrimann in ihrer Blumengärtnerei in der Berner Altstadt und liess sich einen saisonalen Blumenstrauss zusammenstellen. Das Ziel der Fuhrimanns ist es, möglichst alle Blumen, die sie verkaufen, auch selbst anzupflanzen. Sie kennen also den Weg ihrer Blumen vom Samen bis zum fertigen Strauss. Das ist eher selten, denn laut Max Havelaar stammen 90% der Schnittblumen aus dem Ausland.

 

Apropos:

Buchtipp zum Sendungsthema von Anna Christen aus der Buchhandlung Klamauk: „Von fiesen Schädlingen, duftenden Kräutern und üppigen Blumen“ (Honegger, Andreas)