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Aua kommt nach Hause

Kein Theaterfestival, aber nicht nichts. Das Team von «auawirleben» sendet per Post vom 8. bis 21. Mai täglich ein Stück Festival nach Hause. 400 Personen freuen sich darauf.

Ein normales Couvert in der Post, 100er Marke mit Himugüegeli und handgeschriebenem «A». Auf der Vorderseite «aua comes your way» - hinten Startbrief, bitte sofort öffnen. So analog beginnt der Versuch, das wegen Corona abgesagte Theaterfestival «auawirleben» überraschend und zum Teil digital den Interessierten nach Hause zu bringen. Mit einem Brief für jeden Festivaltag, vom 8. bis zum 21. Mai.

400 Personen haben sich binnen kurzem abonniert; weitere mussten abgewiesen werden. Die AbonnentInnen werden am 7. Mai den nächsten Brief erhalten, den sie tags darauf öffnen sollen, um nichts zu verpassen. Und so wird es weitergehen: Ein Adventskalender mit 14 Türchen im frühlingssommerlichen Mai, in jedem Umschlag eine Überraschung.

Keine Sorge, wir lüften kein Geheimnis. Noch sind nicht alle Umschläge gefüllt. Für das Team von auawirleben ist es ein Kraftakt, au fiesem ungewohnten Weg Festivalatmospäre zu vermitteln.

Das ist das Ziel: Nicht sang- und klanglos ein Festival abzusagen, auf das viele Menschen warten, nicht einfach nichts zu machen. Aber auch nicht zu vervielfachen, was seit Wochen rund um die Uhr digital und ohne Verpflichtung über Internet läuft und dessen Viele langsam überdrüssig sind.

So setzt auawirleben auf die Post, auf die persönliche Ansprache, auf den besonderen Inhalt. Auf soviel Festival wie möglich. Etwa jeden Abend um 21 Uhr im virtuellen Festivalzentrum. Nur halt ohne physische Begegnung. Überraschung garantiert. Wie im Advent.