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Frauen in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist wie viele technische Berufe eine Männerdomäne. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts galt im Kanton Bern gar das Minorat, wonach der jüngste Sohn den elterlichen Bauernhof ungeteilt übernahm. Wo stehen die Landwirtinnen heute? Die aktuelle Sendung von RaBe Subkutan zum nachhören.

Wie steht es um die Bäuerinnen? (Bild: RaBe Subkutan)

Der Beruf des «Bauern» ist immer noch männlich konnotiert. Dabei lassen sich immer mehr Frauen zu Landwirtinnen ausbilden, kennen sich mit landwirtschaftlichen Geräten aus, führen eigene Höfe. Deshalb sind die Heldinnen dieser Sendung Bäuerinnen und angehende Landwirtinnen. Sie kennen die Probleme und Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft. Wir sprechen mit zwei angehenden Landwirtinnen über Rollenklischees in der Ausbildung, besuchen eine Bäuerin auf ihrem Hof und wir finden heraus, wieso es häufiger weibliche Stimmen sind, die sich beim bäuerlichen Sorgentelefon melden.

 

Mit Tricks und Humor gegen Sexismus

Landwirtin ist ein abwechslungsreicher, vielseitiger Beruf. Die angehenden Landwirtinnen Andrea und Lavinia bewegen sich im Alltag in einer klassischen Männerdomäne. Und das spüren sie auch. Evelyne Béguin hat die beiden im Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in Sissach besucht und mit ihnen erörtert, wie es um die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Landwirtschaft steht.


Betriebsleiterin auf dem eigenen Hof

Anna-Katharina Böhlen ist Bäuerin und alleinige Besitzerin eines Bauernhofes in Riggisberg, BE. Sie entschied sich trotz einer langjährigen Stelle in London, den Hof ihrer Eltern zu übernehmen. Im Gespräch mit Christophe Hutmacher erzählt sie von den schönen aber auch den schwierigen Momenten im Leben einer Landwirtin.

 

«Bäuerliches Sorgentelefon, wie kann ich Ihnen helfen?»

Das Bäuerliche Sorgentelefon widmet sich den Sorgen von Menschen in der Landwirtschaft. Häufiger ist es eine weibliche Stimme am anderen Ende des Apparats, die ihre Sorgen berichtet. Haben Frauen in der Landwirtschaft mehr Grund zur Sorge oder einfach weniger Hemmungen anzurufen? Beides, findet die Geschäftsführerin des Bäuerlichen Sorgentelefons Patrizia Schwegler. Livia Schambron sprach mit ihr über die geschlechterspezifischen Probleme und Sorgen von Frauen in der Landwirtschaft.