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Das Vergangene ist nicht vergangen

ArchivArte heisst der Verein, der die ihm anvertrauten Nachlässe bildender Künstlerinnen und Künstler bewahrt. Er blickt mit neuer Leitung optimistisch voraus.

20-jährig ist ArchivArte letztes Jahr geworden. Als persönliche Initiative der Pionierin Inga Vatter-Jensen gegründet, blüht der Verein, der an der Breitenrainstrasse 47 Nachlässe bildender Künstlerinnen und Künstler betreut, aufarbeitet, in Publikationen öffentlich macht und Ausstellungen zeigt.

ArchivArte ist eine der Basis-Institutionen, von Freiwilligenarbeit geprägt, die den Humus der hiesigen Kultur bilden, ja ihre eigentliche Essenz. Um die selbstgestellte, aber im Grunde öffentliche Aufgabe mit knappsten Mitteln bewältigen zu können, braucht es ständige Bewegung. Dabei ist das Zusammenspiel von Milizvorstand und professioneller Geschäftsführung ausschlaggebend.

Bei ArchivArte wird eine wichtige Entwicklungsphase abgeschlossen. Präsidentin Sigrid Kleindienst Muntwyler tritt nach sechs intensiven und innovativen Jahren zurück. Den Stab übernimmt Marianne Keller Tschirren, Kunsthistorikern und Musikerin, Leiterin der Fachstelle Kultur der Gemeinde Köniz, seit kurzem auch Mitglied des Stiftungsrats von Konzert Theater Bern. Gute Voraussetzungen, das Netzwerk und die offiziellen Verbindungen zu festigen.

Die im Zuge der Organisationsüberprüfung neu geschaffene Stelle der Geschäftsleitung übernimmt die Kunsthistorikerin Steffi Göber-Moldenhauer. Es geht kraftvoll weiter bei der Sichtbarmachung der Kunst-Nachlässe, der aktiven Bewahrung des früher Geschaffenen. Damit das Vergangene nicht vergeht.