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Aller-retour: In die Welt und zurück

Sechs Fotografinnen und Fotografen aus der Schweiz. Arbeiten aus vielen Teilen der Welt, entstanden in achtzig Jahren. Eine Entdeckungsreise in Thun.

Blick in die Ausstellung Aller-Retour: Pixel camouflage von David Favrod, aus dessen Serie Hikari von 2013. (zvg)

Reto Camenisch, David Favrod, Martin Glaus, Yann Gross, Daniela Keiser, Ella Maillart. Zwei Fotografinnen und vier Fotografen, teils weltberühmt, teils nahezu unbekannt. Gezeigt werden Aufnahmen, die in unserem Land gemacht worden sind, und Bilder aus China, Lateinamerika, Japan. Gibt es einen schweizerischen Blick auf das Hiesige, einen auf das Andere, das Fremde? Es gibt ihn nicht, wenn wir offen sind, uns auf das Gefundene einzulassen – dann ist der Blick allgemeingültig, einfach menschlich: neugierig, Anteil nehmend im Willen, zu verstehen.

Die Ausstellung «Aller-retour» im Kunstmuseum Thun  lädt zu diesem Blick ein. Wer in den Räumen den Blick schweifen lässt, entdeckt ausser den Fotos wundersame Texte der Fotografierenden, die auch Meisterinnen und Meister der verbalen Vermittlung sind. Eine besondere Welt öffnet das Video von Yann Gross über junge Skateboarder, die in Uganda eigenhändig mehrere Trainingsparks gebaut haben, in denen sie sich gegenseitig unterstützen, um immer mehr zu können.

Von Bern aus in zwanzig Zugsminuten ein Ausflug in andere Welten gleich um die Ecke. Mit der Chance, nachher auf der sonnigen Terrasse darüber nachzudenken.

Aller-Retour, Schweizer Fotografie im Wechselspiel zwischen Fernweh und Heimat, Kunstmuseum Thun (bis 13. August)