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Kunst-Stafette #47: Bernhard Jordi

Kunst-Stafette

Die kinetischen Eisenplastiken des Tüftlers Bernhard Jordi bewegen zum Nachdenken über Ursache und Wirkung und zum vergnüglichen Staunen über das Sausen und Zögern einer Kugel auf ihrer Bahn. 

Was hat dich zu dieser Arbeit veranlasst?

Bernhard Jordi:

Die Interaktion. Mit einer Kurbel wird ein Gewicht angehoben, welches die Skulptur antreibt. Der Betrachter muss also etwas tun, damit sich ihm die Skulptur in seiner Ganzheit zeigt.

Welchen Raum brauchst du für deine Kunst?

Jeden! Kunst ist und entsteht überall. Klar, schlussendlich brauche ich ein Atelier, um meine Skulpturen zu verwirklichen. Aber im Vorfeld brauche ich viele unterschiedliche Innen- und Aussenräume.

Sind gesellschaftliche Fragen Thema deiner Kunst?

Aber sicher! Deshalb beschäftige ich mich zur Zeit mit dem Schlingel, der auch wie folgt genannt wird: Bengel, Schelm, Spassmacher, Spassmacherin, Spassvogel oder umgangssprachlich Fuchs, Gauner, Gaunerin, Schlawiner, Schlitzohr oder - familiär – Fratz, Spitzbube oder – scherzhaft – Halunke, Pfiffikus, Strolch, Frechdachs, Filou ... 

Wo siehst du Potenzial zur Nutzung des öffentlichen Raums?

Wenn ich eine Ausstellung mache, habe ich unweigerlich mit der Öffentlichkeit zu tun. Es interessiert mich auch, was andere mir unbekannte Menschen über meine Arbeiten denken, wie sie reagieren und interagieren.

Welches ist dein persönlicher Hotspot in Bern?

Die Untertorbrücke! Wenn ich von der Mitte aus Aare-abwärts schaue...

Die nächste Kunst-Stafette erscheint am 1. Dezember mit Tashi Brauen.