Aare
°

Journal B

Sagt, was Bern bewegt
Aare
°

Den Asylsuchenden ein Gesicht geben

Das Theaterstück «Nach Lampedusa – Wandererfantasien» widmet sich dem Schicksal der Flüchtlinge, die nach Europa kommen. Ab Mittwoch läuft das Stück im Tojo-Theater in der Berner Reitschule.

Szene aus dem Stück «Nach Lampedusa». (Foto: zvg)

Lampedusa – die italienische Insel im Mittelmeer – ist ein Symbol geworden für das Flüchtlingselend im Süden Europas. Zuweilen kommen fast täglich Boote auf der italienischen Insel an, überfüllt mit Menschen aus Afrika oder aus dem Nahen Osten: Flüchtlinge auf einer Reise der Hoffnung ins friedliche und wohlhabende Europa.

Über 3000 Menschen starben letztes Jahr bei der Flucht übers Mittelmeer. Die Menschen, die es schaffen, ins gelobte Europa zu kommen, treffen hier dann meist etwas Anderes an, als das, was sie sich vorgestellt hatten. Europa heisst sie nicht willkommen, sondern pfercht sie in Zentren ein, die oft an Gefängnisse erinnern.

Den Tausenden namenlosen Asylsuchenden widmet die Theatergruppe «Matterhorn Produktionen» das Stück «Nach Lampedusa – Wandererfantasien». RaBe-Inforedaktor Michael Spahr hat Ausschnitte des Musiktheaters und Kommentare der Regisseurin Ursina Greuel aufgezeichnet:

«Nach Lampedusa – Wandererfantasien» von Ursina Greuel und Daniel Hellmann mit Samuel Fried am Piano wird ab Mittwoch, 14. Januar 2015, im Tojo-Theater in der Berner Reitschule aufgeführt. Weitere Vorstellungen gibt es am Freitag und Samstag, 16. und 17. Januar 2015, jeweils um 20:30 Uhr.