Aare
°

Journal B

Sagt, was Bern bewegt
Aare
°

Kunst-Stafette #10: Karin Lehmann

Kunst-Stafette

Gekonnt enthebt Karin Lehmann gefundene Materialien ihrer ursprünglichen Funktion und macht sich deren Eigenschaften zunutze. Für «Frozen Bethlehem» lässt sie flüssigen Stickstoff als Schauspiel auf Zeit über den Asphalt wabern. 

Was hat dich zu dieser Arbeit veranlasst?

Karin Lehmann:

Ein Rest flüssiger Stickstoff.

Welchen Raum brauchst du für deine Kunst?

Zuerst ein geräumiges Atelier, bodeneben oder mit Warenlift. Dann werden die im Atelier entwickelten Arbeiten im Ausstellungsraum installiert und einem Publikum zugänglich gemacht. Dies ist immer eine Prüfung. Ganz viele Entscheide werden erst im Ausstellungsraum gefällt. Je nach Raum ändere ich die Arbeit ab. Das Eingehen auf den Raum ist immer eine Herausforderung. Es interessiert mich, in möglichst vielen verschiedenen Räumen ausstellen zu können, auch im öffentlichen Raum oder im Weltraum, wie ich das virtuell mit meiner Installation «Lunar farside goes off space» von 2010 gemacht habe (Link: http://www.karinlehmann.ch/index.php?/work/lunar-farside-goes-off-space/ )

Sind gesellschaftliche Fragen Thema deiner Kunst?

Gesellschaftliche Fragen beschäftigen mich den ganzen Tag, die ganze Zeit.

Suchst du die Öffentlichkeit?

Ich möchte meine Arbeit zeigen und ein Feedback erhalten. In diesem Sinn – ja.

Wo siehst Du Potential zur Nutzung des öffentlichen Raums?

Im Bereich Kunst am Bau könnte mehr gemacht werden.

Welches ist dein persönlicher Hotspot in Bern?

Bümpliz-Bethlehem ist für mich ein Hot Spot. Es ist der multikulturellste Ort in Bern, ausserdem steht die Kunstschule dort.

Nächste Kunst-Stafette am 25. März mit Martin Möll.