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Helvetia will sich nicht helfen lassen

Vor einer Woche hat von neuem das Lichtspiel auf dem Bundesplatz begonnen. Dieses Jahr wird die Geschichte der Helvetia erzählt, die sich unsterblich in einen Schweizer Uhrenmacher verliebt hat.

  • Die Menschen finden sich auf dem Bundesplatz ein. (Foto: Lukas Blatter)
  • In diesem Palast residiert der König der Schweiz. (Foto: Lukas Blatter)
  • Der kleine Uhrmacher dreht am Rad der Zeit. (Foto: Lukas Blatter)
  • Auf der Suche nach Hilfe schlägt Heidi geheimnisvolle Pfade ein. (Foto: Lukas Blatter)
  • Das Haus des Winkelrieds. (Foto: Lukas Blatter)
  • Die farbigen Lichter der Lichterfee Luzia. (Foto: Lukas Blatter)
  • Hier wohnt die Hexe. (Foto: Lukas Blatter)
  • Zum Schluss bewegt sich das Bundeshaus zu popiger Musik. (Foto: Lukas Blatter)

Mit zehn Minuten Verspätung, es lag wohl an der mangelnden Dunkelheit, begann letzten Freitag die Projektion und entführte die Menge in andere Welten. Das halbstündige Lichtspektakel erzählt die Geschichte der Helvetia, die just am Hochzeitstag von ihr und dem Armbrustschützen Willhelm Tell einsetzt.

Der König ist erzürnt ob Helvetias Enscheid, die Ehe mit Tell nicht eingehen zu wollen, lässt den Uhrenmacher einsperren und Helvetia zur Besinnung in den Turm seines Schlosses bringen. In ihrer endlosen Verzweiflung beginnt Helvetia zu weinen und vergiesst zahlreiche Tränen, bis das Bundeshaus unter Wasser steht.

Heidi, die Patin von Helvetia, will ihr tröstend zur Seite stehen und sie motivieren, den Turm wieder zu verlassen. Doch Helvetia bleibt stur. Und so macht sich Heidi auf den Weg, eine Lösung für das Problem zu finden.

Freiheit und Unabhängigkeit hochhalten

Sowohl Arnold von Winkelried, die Lichterfee Luzia als auch die Hexe können Heidi nicht weiterhelfen. In der Not hat sie einen Geistesblitz: Die Berner Bären, die gerade ihr 500-jähriges Jubiläum feiern, sollen es wieder richten. Mit einer Feuerwehrrakete befreien die Bären den Uhrenmacher aus dem Gefängnis. Doch die Helvetia verweigert die Heirat mir dem Uhrmacher, denn es sei nun entscheidend, dass sie ihre Freiheit und ihre Unabhängigkeit bewahren könne.

Begeistert von dieser Aussage verschwindet das Volk und ein aus den letzten Jahren bereits bekanntes Bild zeigt sich erneut: Das Bundeshaus tanzt und bewegt sich zu popiger Musik.

Durch die Vorstellung hindurch werden zahlreiche Mythen der Schweizer Geschichte eingebunden und es wird mit Folklore nicht gegeizt.