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Das Welt- und Kulturerbe auf dem Prüfstand

Ob der Berner Aareschwumm als immaterielles Kulturerbe geschützt werden könnte, wird im letzten Subkutan-Beitrag vor der Sommerpause verraten.

Europäische Nabelschau beim UNESCO Welterbetitel?

Bei der Verleihung der Welterbetitel steht dem Welterbekomitee Beratungsorganisationen zur Seite. Diese bestand gerade in den Anfängen fast nur aus europäischen Denkmalschützenden und prägten eine sehr europäische Vorstellung des denkmalschutzwürdigen Welterbes. Über die Jahre hinweg reagierte die UNESCO auf die Kritik von nichteuropäischen Ländern. Diese Kritik besagte, dass die Welterbetitel vor allem auf europäische Orte und Stätten ausgerichtet sind. Doch wie global ausgerichtet ist dieser Titel heute wirklich? Subkutan-Redaktorin Livia Schambron sprach mit dem Ethnologen Christoph Brumann vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle an der Saale.

 

Schützenswerter Aareschwumm: Warum braucht es in Bern immaterielle Kulturerbetitel?

Der Berner Aareschwumm könnte geschützt werden, wenn es hart auf hart kommen würde! Und zwar dem immateriellen Kulturerbetitel sei dank. Denn nicht nur Orte und Stätten erhalten einen UNESCO-Titel. Auch Bräuche, Handwerke und Traditionen können als schützens- und erhaltenswert betitelt werden. In Reaktion auf die Kritik von nichteuropäischen Ländern entstand 2003 nämlich unter anderem die Konvention zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes. Aber warum soll man solche immateriellen Traditionen schützen? Valentina Scheiwiller fand die Antwort bei David Vitali, dem Leiter der Sektion Kultur und Gesellschaft im Bundesamt für Kultur.

 

Hebt die Fête de Vignerons die Gläser auch auf ihr UNESCO-Titel?

Vom 18. Juli bis zum 11. August finden in Vevey auf einer eigens für diesen Anlass gebauten Openairbühne täglich die Aufführungen im Rahmen der Fête de Vignerons statt. Zum ersten Mal fand sie 1797 statt, und lockt seither einmal pro Generationen von Schaulustigen an den Genfersee. Rechtzeitig zur ersten Fête des Vignerons im 21. Jahrhundert wurde diese lebendige Tradition vor 2 Jahren in die UNESCO Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Die Subkutan-Redaktion hat mit Francois Margot, dem aktuellen Organisator der Fête des Vignerons gesprochen, um herauszufinden was sich mit der Aufnahme in die UNESCO Liste verändert hat.