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LGBTIQ im Schweizer Asylwesen

Wie über das Schicksal von LGBTIQ-Geflüchteten entschieden wird, wie mit Homosexualität als Fluchtgrund im Asylverfahren umgegangen wird und wie eine Kollektivunterkunft nur für LGBTIQ-Geflüchtete aussehen kann, darüber berichten die Subkutan-RedaktorInnen in der aktuellen Sendung. 

Seit 2016 gibt es in Berlin eine Kollektivunterkunft für LGTBIQ-Geflüchtete. (Foto: Subkutan)

Nebel im Schweizer Asylwesen

„Wir müssen mehr über das Thema LGBTIQ Geflüchtete im Asylwesen sprechen, damit auch ein gewisser Druck auf die Behörden ausgeübt werden kann. In der Theorie klingt das Asylverfahren meist gut, die Praxis in dem Bereich ist aber noch immer eine Baustelle", sagt die Rechtsberatung für Menschen in Not. Susanne Grädel sucht Antworten im Dschungel der Behörden auf die Frage, wie über das Schicksal von LGBTI-Geflüchteten entschieden wird. Sie spricht mit Lukas Rieder vom Staatssekretariat für Migration und informiert sich bei anderen Institutionen wie der Schweizer Flüchtlingshilfe.

 

Fluchtgrund: Homosexualität!

Die junge Uganderin Lynn musste unfreiwillig ihr Heimatland verlassen. Als lesbische Frau war sie in Uganda Gewalt ausgesetzt und ihr Leben war in Gefahr. Seit etwas mehr als 2 Jahren lebt Lynn nun in der Schweiz. Im Zuge des Asylverfahrens muss sie sehr viel Privates über ihre Sexualität preisgeben. Wie beschämend sich dies anfühlt, hat sie der Subkutan-Redaktorin Saima Sägesser erzählt.

 

LGTBIQ-Unterkunft für Geflüchtete

In Berlin wurde 2016 die erste Kollektivunterkunft für LGBTIQ-Geflüchtete eröffnet. Als besonders schutzbedürftige Gruppe werden LGBTIQ-Geflüchtete in einem höheren Ausmass professionell betreut, als das in regulären Kollektivunterkünften die Regel ist. Annette Uehlinger arbeitet als Sozialarbeiterin in der Kollektivunterkunft und schildert die Lebensumstände der Geflüchteten Bewohner aus ihrer Sicht als Mitarbeiterin.