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Grosse Halle: «Flucht – kein Ankommen?»

Eine Ausstellung und Veranstaltungen behandeln in der Grossen Halle der Reitschule Bern das zentrale Thema unserer Zeit.

 Flucht konkret: Ein Meer von Ungewissheit und dahinter die Festung Europa. (Foto: zvg)

In vielen Ländern Europas werden die Zugbrücken hochgezogen, Stacheldrahtverhaue angelegt, Mauern gebaut. Eine koordinierte Flüchtlingspolitik der EU mit Länderquoten ist in weiter Ferne. Angela Merkels mutige Entscheidung vor einem Jahr hat Deutschland gespalten. In der Schweiz kaufen sich Gemeinden von der Pflicht frei, einzelne Flüchtlinge aufzunehmen, und markten um den Preis. Die Mauer an der Grenze zu Mexiko war Wahlkampfthema in den USA, ebenso der Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Syrien.

Bei alledem handelt es sich um einen Bruchteil der derzeit 65 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. Sie nehmen ungeheure Strapazen auf sich, um Sicherheit, Freiheit und Streben nach persönlichem  Glück zu finden, wie es die Unabhängigkeitserklärung der USA seit rund 240 Jahren verspricht.

Die Ausstellung «Flucht – kein Ankommen?» in der Grossen Halle der Reitschule Bern widmet sich den Fragen um Flucht und Asyl. Hier werden Zahlen fassbar, Erfahrungen erlebbar, Fluchtsituationen erkennbar. Die Künstlerin Petra Gerschner und der Berner Fotograf Manu Friederich zeigen ihre Arbeiten. Das Schweizerische Rote Kreuz präsentiert die Ausstellung »Mein Leben in Flashbacks«.

Die Ausstellung dauert bis 26.11. Sie ist offen Do/Fr 16:00-20:00, Sa 14:00-18:00 (bei Veranstaltungen länger).

Weitere Hinweise auf die Veranstaltungen finden sich hier.