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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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Mein ZAR

Zum Jahresende

In meinem Quartier ist es ruhig. Oftmals sehr ruhig. Bis jetzt gab es: viele ältere Menschen, eine Schule, einige Läden und ein kleines Fitnesscenter. Sonst nichts. Jetzt kommt der Generationenwechsel und da wagt sich doch sogar einer, eine Bar zu eröffnen. Die ZAR-Bar.

Es ist Oli, der im Quartier aufgewachsen ist und nun eine klitzekleine Bar betreibt. Ich dachte mir, nach einem Jahr – allerspätestens – wird er «wegbeschwerdet» sein. Aber nein, Oli hält sich. Die Bar ist wirklich sehr klein, im Winter haben nur wenige Menschen drin Platz. Im Sommer hats auch draussen Stühle und Bänke, da kommt dann einfach das Lärm-Problem. Also, alles in allem keine guten Vorzeichen. Ruhiges Familienquartier, wenig «Industrie», wenig Fest.

Aber Oli ist geblieben und hat einen neuen Begegnungsort ins Quartier gebracht. Es hat Platz für alte Einsame, junge Erasmusstudis, Arbeiter von der nächsten Baustelle in ihrer Pause, Eltern in auf einen kurzen Kaffee. Die Bar bringt mehr Leben ins Quartier, wo man auch mal ganz kurz noch auf ein Bier beim Heimfahren einkehren kann.
Trotz allen Hürden ist die ZAR-Bar noch da und mit ihr Oli, dm das Gastgebertum in die Wiege gelegt wurde. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne die ZAR-Bar überhaupt funktionierte – das Zusammenleben. Danke!