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Mein 3D-Drucker-Jahr

Jahresrückblick von Beat Sterchi: Etliches geschafft, etliches nicht ganz. Die Widersprüche bleiben, aber weiter gehts! Prost 2014!

Ein 3D-Drucker: Was werden wir dereinst damit anstellen? (Foto: zvg)

Vorgenommen hatte ich mir letztes Jahr um diese Zeit Folgendes: Die Guten Stunden für den guten Zweck! Morgenstund hat Tinte im Mund! Und ja die richtigen Züge besteigen! Denn auch der Rückzug ist ein schöner Zug.

Es hat leider nicht immer geklappt. Für meine Verhältnisse, bin ich auch ein bisschen viel in der Weltgeschichte herumgeflogen und finde jetzt, dass die Eindrücke der Reisen, mit denen ich mich nicht wirklich beschäftigen konnte und die nicht in meine Arbeit einflossen, eigentlich überflüssig waren, weil sie nicht Teil von mir wurden.

Stark nachwirken tut, wie schon in anderen Jahren, die Fussreise in Frankreich. Eine Woche auf dem Jakobsweg, das ist nicht zum ersten Mal ein Höhepunkt des Jahres. Aber im Allgemeinen flogen mir, was mich persönlich betrifft, die gebratenen Tauben munter weiter direkt in den Mund, manchmal, will mir scheinen, sogar mit Trüffel gefüllt. Und sogar Grossvater bin ich geworden!

Immer: «Ds Füfi u ds Weggli u Tochter vom Beck drzue!»

Beat Sterchi

Und im öffentlichen Bereich? Was um mich herum so passiert, nicht ohne meine Mithilfe: Widersprüche über Widersprüche. Alle wollen weiterhin alles! Immer: «Ds Füfi u ds Weggli u Tochter vom Beck drzue!»

Und ja, da ist noch ein Bild für unseren sogenannten Fortschritt. Ziemlich typisch für das Jahr. Da machte sich im Frühling doch tatsächlich dieser 3D-Drucker in unserem Bewusstsein breit. Wozu wird er dienen? Ich erinnere mich an ein Gespräch über all die Möglichkeiten. Jetzt, Ende des Jahres, weiss man mehr: Offensichtlich kann man damit ganz gut illegale Pistolen drucken.

Darum: Es Guets Nöis, aber Vorsicht! Und ja, nochmals: Auch der Rückzug ist ein schöner Zug!