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Journal B

Sagt, was Bern bewegt
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Mieten wird immer teurer

Die Mieten in der Stadt Bern werden teuerer. 0,2 Prozent mehr kostete eine Wohnung im November 2012, als im November 2011. Vor allem 3- und 4-Zimmer-Wohnungen werden teuerer.

Der Gerüstwald signalisiert: Hier sollen bis 2018 38 Mehrfamilienhäuser entstehen.

Würde das Essen in der Schweiz im gleichen Tempo teurer, wie die Versicherungen und Wohnungen, dann wäre der Aufschrei riesig. Dies obwohl wir für das Essen lediglich noch jeden zehnten verdienten Franken ausgeben. Steigen Preise für Mieten und Krankenkasse, welche einen deutlich höheren Anteil am gesamten Budget ausmachen, dann fallen die Reaktionen gemäsigt aus. Man ist sich inzwischen an den Preisanstieg gewohnt und nimmt ihn als unabänderliche Tatsache entgegen. Schon ein verlangsamtes Preiswachstum feiern Experten, welche sich in dem gleichen Tempo zu vermehren scheinen, wie die Preise steigen, als Erfolg.

Jetzt sind die neuen vergleiche für Mieten in der Stadt Bern erschienen. Natürlich sind die Mietpreise wieder gestiegen. Um 0,3 Prozent für 3 Zimmer und um 0,4 Prozent für 4 Zimmer. 5 Zimmer-Wohnungen sind im Schnitt vergangenes Jahr sogar günstiger geworden – um 1,3 Prozent. Auf den ersten Blick sieht das eigentlich erfreulich aus, kaum ein Anstieg. Was sind schon 6,50 Franken pro Monat mehr für eine 4-Zimmer-Wohnung in der Länggasse.

Doch diese Zahl täuscht, denn gerechnet wir mit durchschnittlichen Monatsmietpreisen der Miet- und Genossenschaftswohnungen. Die Teuerung fällt aber insbesondere bei einem Wohnungswechsel an. Dafür muss man allerdings zuerst eine Wohnung finden. Die Online-Suche für die Länggasse zeitigt kaum Resultate. Hier eine 4,5 Zimmer-Wohnungen für 2300 Franken, hier 4,5 Zimmer in einem Einfamilienhaus für 3100 Franken. Online ausgeschriebene 4-Zimmer-Wohungen sucht man vergebens.