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Hooligan-Konkordat: Endspurt für die Unterschriftensammlung

Wenn am Wochenende die Fussballsaison losgeht, ist dies gleichzeitig der Endspurt für die Unterschriftensammlung gegen die Verschärfung des Hooligan-Konkordats. Rund 13'000 Unterschriften wollen die Gegner insgesamt zusammentragen.

Den YB-Fans ist nicht egal, was mit ihrem Verein passiert. Darum sammeln sie weiter Unterschriften für das Referendum gegen die Verschärfung des Hooligan-Konkordates. (Foto: Beat Kohler)

Zum Saisonauftakt empfängt der BSC Young Boys am kommenden Samstag den FC Sion. Rund um das Spiel geht es nicht nur um den sportlichen, sondern auch um den politischen Erfolg. «Wir werden noch einmal intensiv Unterschriften sammeln. Wir geben noch einmal Vollgas», erklärt Clemens Friedli, Fan-Dachverband «gäubschwarzsüchtig». Es geht um den Schlussspurt, denn am 17. Juli läuft die Sammelfrist ab. «Wir gehen davon aus, dass es reicht», erklärt Friedli.

Bereits Mitte Juni hatte das überparteiliches Komitee Gegen die Verschärfungen des Konkordats erklärt, dass 11'500 Unterschriften zusammengekommen sind. Doch gesammelt wird weiter, um sicherzugehen, dass das Referendum auch wirklich zustande kommt. Laut Friedli haben auch die negativen Ereignisse rund um den Cupfinal oder um «Tanz dich Frei» nicht zu einem Knick bei den Sammelergebnissen geführt. Die Leuten auf der Strasse verstünden, worum es gehe und dies keinen direkten Zusammenhang mit diesen Ereignissen habe. 13'000 Unterschriften sollen schlussendlich zusammenkommen. So käme das Referendum selbst noch bei einer Fehlerquote von 20 Prozent ungültigen Unterschriften zustande.

Erste Bögen wurden bereits stichprobenweise zur Prüfung an kleinere Gemeinden geschickt. Ausschlaggebend wird aber die Fehlerquote der Unterschriftenbögen in Bern, Thun und Biel sein. Am Montag werden die restlichen Bögen sortiert und den Gemeinden zur Beglaubigung zugestellt. Mitte kommende Woche wollen die Konkordats-Gegner über ihr Sammelergebnis informieren.