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Sippenhaftung für alle YB-Fans?

Der Berner Regierungsrat will noch mehr Repression bei Sportveranstaltungen. Auf der anderern Seite hinterfragen YB-Fans den Sinn einer Verschärfung des Hooligan-Konkordats.

Behörden sollen härtere Massnahmen gegen Gewalt rund um Sportanlässe ergreifen können. Das fordert der Berner Regierungsrat ganz im Sinne des Konkordats der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren, kurz KKJPD. Das heisst: Das sogenannte «Hooligan-Konkordat» könnte im März noch verschärft werden. Dann nämlich debattiert das Berner Kantonsparlament, der Grosse Rat, darüber. Ein zentraler Punkt bei der Verschärfung ist die Einführung einer Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele in der obersten Spielklasse.

Hans-Jürg Käser ist Polizei- und Militärdirektor des Kantons Bern und zugleich Präsident der KKJPD. Gegenüber Radio RaBe verteidigt er die Ideen des verschärften Hooligan-Konkordats als hilfreiches Mittel im Kampf gegen die Gewalt in den Stadien. Auf der anderen Seite wehrt sich Clemens Friedli von «gäubschwarzsüchtig», dem Dachverband der YB-Fanclubs, gegen diese Massnahmen. Er moniert, dass diese Verschärfung nicht die gewalttätigen Hooligans, sondern sämtliche Fans trifft, und deshalb nicht verhältnismässig ist. Über die Verschärfung des Hooligan-Konkordats wird voraussichtlich in der Märzsession des Grossen Rates abgestimmt.

Die YB-Dachverbände «Ostkurve Bern» und «gäubschwarzsüchtig» haben zusammen mit der Firma hiddenframe einen Filmbeitrag über YB-Fans realisiert.