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«Bern erneuerbar»: Blaise Kropf, Pro

Am 3. März 2013 wird das Berner Stimmvolk über die Initiative «Bern erneuerbar» und den Gegenvorschlag des Grossen Rates abstimmen. Der Berner Grossrat Blaise Kropf, Grüne, empfiehlt ein doppeltes Ja zu Initiative und Gegenvorschlag.

Blaise Kropf, Grossrat Grüne. Foto: zvg

Der Berner Grossrat Blaise Kropf, Grüne, engagiert sich im Komitee «Erneuerbare Energie für Bern – 2 x Ja am 3. März 2013» für die Initiative «Bern erneuerbar». Als Präsident der Grünen Kanton Bern und Vorstandsmitglied des Grünen Bündnisses der Stadt Bern hat er ein grosses Interesse am Erfolg der Initiative, die 2009 von seiner Partei lanciert wurde. Dies sind seine Argumente:

 «Noch selten gab es im Kanton Bern eine Abstimmungsvorlage, die auf eine so breite Unterstützung zählen konnte wie die Initiative Bern erneuerbar und der Gegenvorschlag. Eine Mehrheit von 82 Grossrätinnen und Grossräten, 12 Nationalrätinnen und Nationalräten, Ständerat Hans Stöckli, der Berner Stadtpräsident und drei weitere Berner Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, 26 Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten aus SVP, BDP, FDP, EVP, SP und Grünen, renommierte Wissenschaftler wie Heinz Wanner, Christian Pfister, Martin Grosjean, Bruno Messerli unter anderen – insgesamt über 400 Bernerinnen und Berner sowie über 100 KMU stehen ein für 2 x Ja am 3. März.

Diese breite Unterstützung erstaunt nicht. Eine erneuerbare Energieversorgung ist heute keine Frage mehr von links und rechts, sondern von Verantwortungsbewusstsein und Weitblick. Und vor allem: Bern erneuerbar und der Gegenvorschlag sind eine einmalige Chance.

«Bern erneuerbar und der Gegenvorschlag sind eine einmalige Chance.»

Blaise Kropf, Grüne

Von den drei Milliarden Franken Energieausgaben der Berner Volkswirtschaft fliessen unglaubliche 80 Prozent ins Ausland. Mit einer erneuerbaren Energieversorgung bleiben diese Gelder in der Region. Beim Fensterbauer und dem Zimmermann, welche unsere Gebäude isolieren. Beim Dachdecker fürs Montieren von Solaranlagen. Beim Bauern für die Biogasanlage oder beim Waldarbeiter für Holzheizungen.

Die Branche der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien trägt bereits heute mehr zur kantonalen Wertschöpfung bei als die Uhrenindustrie. Und bis 2035 können gar weitere 10 700 Stellen geschaffen werden. Das zeigt: Eine erneuerbare Energieversorgung ist eine einmalige wirtschaftliche Chance. Technisch ist eine Umstellung auf erneuerbare Energien machbar. Dem Ersatzbedarf durch den Wegfall nichterneuerbarer Energien steht ein Potenzial an erneuerbaren Energien und Energieeffizienz im vierfachen Umfang gegenüber. Die Übergangsfristen stellen sicher, dass Erneuerungen wie der Ersatz fossiler Heizungen im Rahmen des normalen Erneuerungsunterhalts erfolgen können. Eine Heizung hat eine Lebensdauer von 25 Jahren – daher muss keine einzige Heizung vorzeitig ersetzt werden.

Die Stadt Bern befindet sich auf dem besten Weg, die Ziele von Bern erneuerbar zu erreichen. Mit Energiewende Bern haben sich die städtischen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2010 für eine erneuerbare Stromversorgung entschieden. Sie wissen also, um was es geht – und sie wissen, dass es geht. Nun besteht die Chance, den ganzen Kanton für die Energiepolitik der Zukunft zu gewinnen. Deshalb braucht es gerade aus städtischer Sicht 2 x Ja am 3. März.»